Osterholzer Kreisblatt vom 19.06.2010

Osterholzer Kreisblatt vom 17.06.2010

Osterholzer Kreisblatt vom 27.05.2010
Testspiel des SV Werder Bremen in Osterholz-Scharmbeck
27.05.2010 Der VSK bietet ordentlich Paroli
18.30 Uhr: Das Spiel beginnt, Schiedsrichter André Wenzel pfeift pünktlich an.
18.33 Uhr: Erster Applaus von den rund 3000 Zuschauern für die erste VSK-Aktion, Peer Jaekel flankt von links; etwas weit.
18.35 Uhr: Torwart Björn Müller pflückt im VSK-Strafraum Torsten Frings den Ball vom Fuß, Frings fällt. Ein Pfiff - ein Geschenk? Frings selbst verwandelt den Elfmeter zum 0:1.
18.42 Uhr: Markus Rosenberg trifft nur das Außennetz.
18.44 Uhr: Dieser Schlenzer von Aaron Hunt ist zu harmlos für VSK-Torwart Müller, auf den Rängen wird applaudiert.
18.45 Uhr: Erneut rettet der heimische Keeper, dieses Mal gegen Sandro Wagner.
18.46 Uhr: Das Publikum lebt auf, die erste gelungene Aktion von Werder: Schöne Flanke von rechts durch Philipp Bargfrede, in der Mitte setzt Sandro Wagner zum Flugkopfball an - 0:2. Wird die Bundesliga-Elf nun überlegener?
18.49 Uhr: Wird sie nicht Werder lässt den Ball laufen, oft aber auch ins Leere laufen. Dafür gibt es verhaltenen Beifall für die nächste VSK-Aktion, Peer Jaekels Flanke landet aber direkt in den Armen von Werder-Torsteher Sebastian Mielitz.
18.57 Uhr: 'Das pfeift er nicht?' - der VSK-Anhang auf den Tribünen ist sauer, die Aktion von Naldo gegen 'ihren' Marco Ordenewitz scheint nicht sauber.
Das Erfolgserlebnis
18.58 Uhr: Und dann doch noch das Erfolgserlebnis. Sven Meinecke springt höher als Naldo und köpft über die Fingerspitzen von Keeper Mielitz hinweg zum 1:2 ein. Endlich kommt einmal Leben in die Zuschauerschar.
19.15 Uhr: Es ist Pause, die Frage bleibt: Schießt Werder noch mehr Tore, auch wenn Schiri Wenzel zweimal großzügig über mögliche Elfmeter hinweggesehen hat? Die VSK-Fans ziehen aber auch schon Zwischenbilanz: Ihr Team hat gezeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt.
19.40 Uhr: Der Retter: Daniel Lippold entwickelt sich zum Fels in der VSK-Abwehr, klärt in dieser Szene per Kopf vor Ayik.
19.50 Uhr: Wieder Daniel Lippold, erobert sich den Ball im Mittelfeld. 'Klasse', rufen die Zuschauer. Lippold läuft bis vor den Werder-Strafraum. 'Weiter', fordert der VSK-Anhang. Der Abschluss aber missrät. Nur: Solche spektakulären Vorstöße hatte das Publikum eigentlich von Werder Bremen erwartet.
19.59 Uhr: Uuuiieeh, klingt es im Stadionrund - war das ein knallharter Freistoß von Naldo, aus 20 Metern. Und wie Dennis Budach den Ball reaktionsschnell mit der linken Hand über die Querlatte faustet. 3000-fache Anerkennung.
20.00 Uhr: Na endlich, das dritte Tor für Werder - aber doch nicht so: Der Ball verspringt nach der Prödl-Hereingabe direkt an Torwart Budachs Fuß und kullert und kullert - zum 1:3 ins Netz. Dennis Budach ist fassungslos.
20.03 Uhr: Der schnelle Naldo und noch Sebastian Boenisch sind nötig, um Sascha Jütting vom Ball zu trennen. Die nachfolgende Ecke bringt nichts ein.
20.15 Uhr: Das Spiel ist aus, auf die Sekunde genau nach 90 Minuten, der Stadionsprecher ist des Lobes voll und fordert: 'Ein großer, großer Applaus für die Heimmannschaft aus Osterholz-Scharmbeck.' VSK-Trainer Günter Hermann schließt sich dem positiven Fazit an: 'Die Truppe hat diszipliniert gespielt.' Auch Gäste-Coach Thomas Schaaf, der vor der Begegnung massiv den Zustand des Platzes kritisiert hat ('Das ist dem Spiel nicht würdig'), lobt die Grün-Weißen aus der Oberliga im Vergleich zu Werders vorangegangenen Testspielkontrahenten: 'Wir haben ein Spiel gesehen, wo natürlich der Gegner eine andere Qualität hatte.'
Osterholzer Kreisblatt vom 23.04.2010
VSK bezwingt nach ganz schwacher erster Halbzeit Lupo Martini Wolfsburg mit 2:0 / Starker Stefan Meyer
- 23.04.2010 Eine Kabinenpredigt mit Wirkung
Die gute Stimmung im VSK-Lager und unter den Zuschauern wurde allerdings in der Schlussphase getrübt: Es war noch eine Minute zu spielen, da war der Wolfsburger Antonio Renelli mit einer Schiedsrichterentscheidung nicht einverstanden. Renelli drosch den Ball wenige Meter vor der Auslinie mit voller Wucht direkt in die Zuschauer. Das Geschoss traf eine Zuschauerin mitten ins Gesicht. Während die Frau stark benommen war, war deren Mann nur mit großem Einsatz der Ordner unter Kontrolle zu halten. Renelli erhielt für seine Entgleisung zum Unverständnis aller nur die Gelbe Karte. Ein Entschuldigung brachte Renelli nicht über die Lippen.
Eine Gelbe Karte hätte auch der VSK für seinen Auftritt in den ersten 45 Minuten verdient gehabt. Die Zuschauer sprachen im Gleichton von Gebolze auf beiden Seiten. Von gepflegtem Kombinationsfußball war weit und breit nichts zu sehen. 'Das war vielleicht unsere schlechteste Halbzeit in dieser Saison', sagte Trainer Günter Hermann. Es ging zu wie beim Tennis, der Ball wurde von einer Hälfte in die andere geschlagen. Oder er landete im Aus. Mit Fußball hatte das jedenfalls nicht viel zu tun.
Dass auf dem holprigen Geläuf auch mit Abstrichen ordentlich gespielt werden kann, das demonstrierte der VSK nach dem Wechsel. Vor allem der zur Pause eingewechselte Stefan Meyer sprühte nur so vor Tatendrang. Der 38-Jährige war an nahezu allen gefährlichen Situationen im Wolfsburger Strafraum beteiligt.
So war es auch kein Zufall, dass Stefan Meyer für das erlösende 1:0 verantwortlich zeichnete. Patrick Hermann hatte nach knapp einer Stunde Spielzeit einen Freistoß in den Strafraum geschlagen. Zwei Wolfsburger waren sich nicht einig, Stefan Meyer wusste dafür umso genauer, was er wollte. Meyer nahm den Ball an und vollstreckte unhaltbar.
Jetzt lief der Motor runder, der VSK hatte mehrere Chancen, den Vorsprung auszubauen. Manuel Weinrich sorgte mit dem zweiten Treffer für die endgültige Entscheidung. Peer Jaekel hatte den Ball in die Spitze gespielt, Weinrich schaltete am schnellsten und ließ dem Wolfsburger Torwart Lennart Gutsche mit seinem Schuss ins lange Eck keine Abwehrchance (71.).
Der Rest war reine Formsache, der VSK verwaltete den Vorsprung in den verbleibenden 20 Minuten gewissenhaft und erfolgreich. Den Gästen fehlte einfach die nötige Qualität, um den nun souverän auftretenden VSK noch in Bedrängnis zu bringen. Vor allem ein Akteur erwies sich dabei für die Gäste als ein schier unüberwindliches Bollwerk: Der hoch gewachsene Daniel Lippold war wie eine Wand, Lippold gewann jeden Zweikampf am Boden - und in der Luft sowieso.
Osterholzer Kreisblatt vom 10.04.2010
Werder Bremen
Zwei Freundschaftsspiele in Osterholz-Scharmbeck
Keine zwei Monate später, am 18. oder 19. Juli, heißt der Gegner an selber Stelle FC Hambergen, zurzeit noch Bezirksligist, dann aber möglicherweise schon Bezirksoberligist.
Osterholzer Kreisblatt vom 23.11.2009
Fußball-Oberliga Niedersachsen Ost
Ex-Bornreiher Jütting leitet Torreigen ein
Der VSK bleibt auf Kurs Richtung eingleisige Oberliga, Bornreihe dagegen weiter Tabellenschlusslicht. Auch wenn gestern ein durchaus interessantes Spiel zu sehen war - die Partie des Jahres der beiden Erzrivalen ist es nicht mehr. Abzulesen auch an der Zuschauerresonanz: Knapp 700 kamen.
Ausgerechnet ein Ex-Bornreiher, Sascha Jütting, der zusammen mit Manuel Weinrich das Sturmduo beim VSK gab, schenkte der Elf aus dem Teufelsmoor schon in der fünften Spielminute den ersten Gegentreffer ein. Die Situation entwickelte sich bezeichnenderweise auf der anderen Seite aus einer ungenutzt gebliebenen Freistoßchance für Bornreihe heraus.
Der VSK klärte, schaltete blitzschnell auf Angriff um, setzte den schnellen Jütting mit einem Steilpass in Szene. Der 26-jährige spielte seinen ganzen Geschwindigkeitsvorteil aus, nahm Tino Brünjes bei seinem Sprint mit Ball einige Meter ab und ließ sich auch von Torwart Florian Leschnik, der noch den Winkel verkürzen wollte, nicht irritieren, sondern verwandelte trocken. 'Ich hatte Glück', meinte Jütting hinterher, 'konnte den Ball noch an Florian vorbei legen.' Eine wirkliche Vorentscheidung, so Jütting, sei aber erst das 3:1 kurz nach der Pause gewesen: 'Das war ein ziemlicher Dämpfer für Bornreihe.'
Nach seinem 1:0 musste der VSK zweimal um die Führung zittern. Bei der ersten Chance hatte sich auf dem rechten Flügel Max Klimmek schön durchgesetzt und zog weiter zum Tor durch. Doch bedrängt von der VSK-Abwehr, war Klimmek im Abschluss einen Tick zu unpräzise (10.). Zwei Minuten später bauten Bornreihes Oliver Fröhlich und Waldemar Hamburg eine gute Chance auf. Patrick Hermann ging dazwischen, doch aus seinem Abwehrversuch entwickelte sich ein brisanter Querschläger aufs eigene Tor. Björn Müller im VSK-Tor klärte aber mit einem Klasse-Reflex.
Am 0:2 (13.) war erneut Innenverteidiger Tino Brünjes beteiligt, dem nach einem VSK-Freistoß ein Handspiel im 16er unterlief. Paar Jaekel verwandelte sicher mit einem Schuss halbhoch mitten in die linke Torhälfte. Doch der Knockout für Bornreihe war das noch lange nicht. Der VSK schien sich auf seinen Lorbeeren ausruhen zu wollen, ließ dem Gegner erstaunlich viel Raum und wurde dafür bestraft.
Dem 1:2 (26) ging ein Einwurf von rechten Seite voran: Max Klimmek sah den frei am 16er lauernden Julian Geils, der sich mit seinem vierten Saisontreffer bedankte. Das Spiel schien zu kippen. Der VSK wirkte in den verbleibenden Minuten bis zur Pause zu passiv und auch ideenlos, um Bornreihes Doppelriegel zu durchbrechen. Die Gastgeber stellten den Gegner schon früh, doch der tödliche Pass in die Spitze gelang auch ihnen nicht. Statt des möglichen Ausgleichs folgte das 3:1 (47.) für die Gäste, wieder begünstigt von einem Patzer von Tino Brünjes, der ins Leere sprang. So kam Marco Ordenewitz unbedrängt ans Leder, musste nur noch ein paar Meter aufs Tor zu laufen und flach an Leschnik vorbei einschießen.
Auch am nächsten VSK-Treffer war der junge VSK-Stürmer, den sie wie seinen Vater Frank 'Otze' rufen, beteiligt. Als Vorbereiter. Im Laufduell mit dem humpelnden Tino Brünjes eroberte er sich ohne Probleme auf der linken Außenbahn die Kugel, schlug sie in die Mitte, wo Manuel Weinreich ein dankbarer Abnehmer war (56.). An Gegentreffer Nummer fünf war ausnahmsweise nicht Unglücksrabe Brünjes, der schon angeschlagen ins Spiel gegangen war, beteiligt. dafür mit Nils Gresens der zweite Innenverteidiger. Er foulte Dennis Votava, der nach schönem Doppelpass mit Weinrich über Links gekommen war im Strafraum. Den Elfmeter verwandelte Jaekel - diesmal in die andere Ecke - zum 5:1 (63.)
Die restliche Zeit versuchte Bornreihe zwar noch das Unmögliche möglich zu machen. Doch die Vorstöße, oft von Marcel Konoppa über Rechts eingeleitet, blieben Einzelaktionen. Zweifellos zeigte Bornreihe auch gestern wieder individuelle Klasse. Doch auf breiter Front ist das Kollektiv VSK eben doch eine Klasse stärker aufgestellt.
AZ Aller Zeitung vom 02.11.2009
Tore: 0:1 (32.) Tietjen, 0:2 (68.) Busboom (Eigentor), 1:2 (79.) Pilz, 1:3 (84.) Stroppel.
Gelb-Rot: Tietjen (VSK/82.).
Göttinger Tageblatt vom 13.10.2009
Fußball-Oberliga
Gulz: „Es wird Konsequenzen geben“
Die öffentliche Kritik von Teammanager Joachim Lüdecke an Trainer Knut Nolte bringt Fußball-Oberligist SVG 07 in heftige Turbulenzen. Klub-Vorsitzender Franz Gulz lädt für kommende Woche eilig zu einer außerordentlichen Vorstandssitzung ein und kündigt Konsequenzen an. Pressesprecher Helmut Latermann hat seine persönliche Entscheidung schon gefällt.
Unterdessen wundern sich die Schwarz-Weißen, was Lüdecke zu der massiven, öffentlichen Kritik an Nolte bewogen hat. „Ich bin absolut sprachlos, das kam ohne Vorwarnung. Alle sind überrascht. Die Stimmung hier am Sandweg war eigentlich sehr ruhig“, sagt Nolte. Und auch Gulz betont: „Das war ein Alleingang, diese Aussagen kamen vollkommen überraschend. Leider habe ich noch nicht mit Joachim sprechen können. Er wollte mit dieser öffentlichen Kritik ja irgendetwas erreichen. Ich weiß aber noch nicht, was. Wir haben bezüglich der Aufgabenverteilung und Öffentlichkeitsarbeit klare Absprachen. Ob diese eingehalten worden sind, werde ich prüfen.“
Seine Konsequenzen aus Lüdeckes Aussagen hat gestern Pressesprecher Helmut Latermann gezogen: „Ich lasse meine Tätigkeiten bei der SVG ab sofort ruhen. Der Tageblatt-Artikel gibt zu Spekulationen Anlass, die nicht begründet sind. Ich werde nie wieder als Trainer der SVG tätig werden.“
„Mit der Ruhe und der Konzentration auf das Sportliche ist es jedenfalls jetzt erst einmal vorbei. Ich werde dennoch versuchen, die Mannschaft gut einzustellen“, betont Nolte. Und Gulz sagt. „Wer Franz Gulz und seinen Führungsstil kennt, der weiß, wie er reagieren wird.“
Göttinger Tageblatt vom 12.10.2009
Göttinger Tageblatt vom 9.10.2009
Weser Kurier 08.10.2009
VSK-Fußballcamp
- 08.10.2009
Von den Profis zaubern lernen
Bereits nach vier kurzen Spielzügen landet der Ball im Seitenaus. Kurz darauf tönt aufmunterndes Händeklatschen vom Spielfeldrand. „Los, umdrehen“, hört man Trainer Günter Hermann rufen. Der ehemalige Fußballprofi und Nationalspieler wurde 1990 mit der deutschen Mannschaft Fußball-Weltmeister. Im Fußballcamp des Vereins für Sport und Körperpflege (VSK) gibt er nun sein Wissen an den Sportler-Nachwuchs weiter. Der ehemalige Fußballprofi erkennt bei vielen jungen Kickern Nachholbedarf. „Viele der Teilnehmer können noch nicht einmal einen Übersteiger. Und das, obwohl sie zu 95 Prozent im Verein spielen“, wundert sich Hermann.
Seit Ende der 80er Jahre engagiert sich Hermann in der Jugendförderung. „Damals waren die jungen Fußballer weiter“, ist sich der ehemalige Profi sicher. Dem heutigen Fußball-Nachwuchs mangele es vor allem an Beweglichkeit. Das führe wiederum dazu, dass viele Jugendsport im Vereinssport häufiger verletzt seien. Ein Grund: Die mangelnde Schulung des Bewegungsapparats in der Kindheit. „Viele Kinder sitzen vor dem Flimmerkasten und sehen den Fußballern zu, statt selbst auf dem Rasen aktiv zu sein“, so Hermann. Ein anderes Problem sei, dass gute Spieler aus den Vereinen sehr früh abgezogen würden, so das die Schwächeren nicht mehr von den Besseren lernen könnten, bemängelt der VSK-Trainer.
Auch Matthias Ruländer hat deutliche Defizite der Jungsportler beobachtet. „Viele Teilnehmer können nicht mal mehr eine Rolle rückwärts“, weiß Ruländer zu berichten. Die Kinder würden zu viel Zeit vor der Playstation oder dem Computer verbringen, so seine Beobachtungen. Der ehemalige Fußball-Profi hat an diesem Tag die Jüngsten unter seine Fittiche genommen. Mit freundlicher Gelassenheit leitet er eine lockere Trainingspartie der Sechs- bis Achtjährigen. „Für die Kinder ist das Fußballcamp eine Ablenkung vom Alltäglichen. Abseits des Vereinssports lernen sie neue Übungen kennen“, sagt er. Deutliches Zeichen dafür sei bei vielen leichter Muskelkater am folgenden Tag. „Vor allem haben die Kinder Spaß an Spiel und Bewegung“, erklären Hermann und Ruländer, die im Training auch von ihren Profikollegen Frank Ordenewitz und Torsten Gütschow unterstützt werden. Ihnen assistieren VSK-Torwarttrainer Dennis Budach und André Bußmann, VSK-Jugendspieler.
Ralf Strömer, Leiter der Jugendfußballabteilung des VSK, lobt Trainer, Programm und Fachwissen. Wichtig sei, dass Kinder auch Ruhephasen genießen. Bei einer Betreuung von 10 bis 15.30 Uhr seien nach dem Mittagessen 30 Minuten trainingsfreie Zeit eingeplant. „Die Kinder fühlen sich bei uns gut aufgehoben. Das belegen die Rückmeldungen über die Eltern. Viele Schüler sind seit Jahren dabei und sammeln sogar die Trikotsätze“, so Strömer.
In diesem Jahr findet das VSK-Fußballcamp zum fünften Mal statt. Insgesamt werden etwa 90 Kinder das Sportevent besuchen. „Garant für den Erfolg sei auch ein zuverlässiger Förderer“, sagt Strömer und dankt dem Möbelhaus Meyerhoff für die finanzielle Unterstützung. Ebenso glücklich sei man über die Nutzung der Stadion-Gastronomie. Wegen der Vielzahl an Anmeldungen wird in der kommenden Woche ein weiteres Fußballcamp im Stadion stattfinden.
Osterholzer Kreisblatt vom 05.10.2009
Fußball
- 05.10.2009
VSK Osterholz-Scharmbeck II verliert knapp
Dass das Spiel nicht unbedingt einen Sieger verdient gehabt hatte, bekannte auch Köhlens Trainer Stefan Kriesen, der von einem „typischen Unentschieden-Spiel“ sprach und das Glück seines Teams anerkannte („Wir spielen einen Konter und machen das Ding“). Ähnlich sah es VSK-II-Coach Matthias Ruländer, der sagte, seine Elf habe unglücklich verloren. Einstellung und Leistung hätten über 90 Minuten gestimmt, „ein Aufwärtstrend ist zu erkennen“, fügte Ruländer an.
In der ersten Halbzeit hatte jedes Team lediglich eine Chance. Für Köhlen kam in der zwölften Minute von links eine Flanke auf Nicolai Tietjen, der den Kopfball aber knapp über die Querlatte setzte. Gegenüber stand Felix Jaekel in der 25. Minute nach Zilke-Zuspiel frei vor SV-Keeper Yannick Becker, doch der klärte per Fußabwehr.
Auch im zweiten Durchgang erfreuten sich die VSK-Mannschaftsverantwortlichen um Co-Trainer Harald Meinecke am aggressiven Zweikampfverhalten ihrer Elf. Und da kamen dann auch schon mal Torgelegenheiten zustande, so bei einem 20-Meter-Schuss von Philip Bähr, den der Torwart zur Ecke klärte (63.) oder beim Versuch von Daniel Mulert, der nach Schütten-Zuspiel aber knapp über das Gehäuse zielte (76.).
Dazwischen lag eine Chance für Köhlen, als – nach Foul an Torben Küker – Axel Sander das Leder beim Freistoß aus 18 Metern ebenfalls knapp über die Latte beförderte (70.). Und danach lag eben der Auftritt des eingewechselten Marco Kiesner, der den Ball von Axel Sander bekam. Sander hatte einen VSK-Abstoß aufgenommen, war in Richtung Tor marschiert und hatte den Ball zum Torschützen gegeben, der flach und unhaltbar zum 0:1 einschoss (80.).
Der VSK II blieb aber dran, wollte sich nicht kampflos aufgeben. So schickte Julian Kitkowski den Ball noch einmal per Flanke auf den Kopf von Philip Bähr, und da war Köhlens Torsteher nur noch so eben mit den Fingerspitzen dran (84.). Der letzte Versuch gehörte Christian Leopold, der den Ball nach Mulert-Ecke aus 16 Metern aufs Tor drosch, aber auch hier hielt der Keeper (86.).
Nordsee Zeitung 05.10.2009
Osterholzer Kreisblatt 25.09.2009
Fußball
- 25.09.2009
Frederik Löffler nimmt den Kampf an
Dennoch nimmt Frederik Löffler den Kampf um den Platz auf der linken Seite der Viererkette sehr zur Freude von VSK-Coach Günter Hermann an. „Sie sollen sich gegenseitig Druck machen. Der Bessere wird spielen“, sagte Hermann. Für Löffler ist dies keine neue Situation. „Ich bin das gewohnt. Ich musste beim FC Oberneuland immer um meinen Platz in der Mannschaft kämpfen“, verriet der 20-Jährige. Der Linksfuß ist erst einmal froh, dass sein Wechsel vom Ligarivalen SV Rot-Weiß Cuxhaven zu den Kreisstädtern überhaupt noch am letzten Tag der Wechselfrist geklappt hat: „Günter Hermann hat mich kurz vor Ende der Wechselperiode angerufen. Etwas Besseres hätte mir gar nicht passieren können.“
Mit dem Wechsel stand der Abwehrspieler innerhalb von wenigen Monaten bei gleich drei Vereinen unter Vertrag. Nachdem er sich beim Regionalligisten FC Oberneuland nicht durchgesetzt hatte, folgte der Bremer trotz eines fast gleichzeitigen Angebots aus der Kreisstadt Carsten Huning nach Cuxhaven. „Ich hatte aber die anstrengende Fahrerei unterschätzt“, teilte der Youngster mit. Also kam ihm die erneute Anfrage der Kreisstädter wie gerufen. Solche raschen „Grenzüberschreitungen“ sind für den Hansestädter nichts Neues. Wenn er sein Elternhaus am Lehester Deich in Borgfeld in Richtung Garten verlässt, befindet er sich bereits im Stadtteil Horn.
Seine Mutter Petra Löffler trainiert die Damenmannschaft des SC Borgfeld. Seine beiden jüngeren Brüder Moritz und Niklas kicken für die A-Junioren beziehungsweise für die Herrenriege der Borgfelder. Auch sein älterer Bruder Valentin war früher für den SC Borgfeld im Einsatz. Natürlich begann auch Frederik Löffler seine Laufbahn in Borgfeld, ehe er sich in der C-Jugend dem FC Oberneuland anschloss und dann in der A-Jugend zum SV Werder Bremen wechselte. Vor zwei Jahren kehrte er schließlich zu den A-Junioren des FC Oberneuland zurück. Hier lernte er auch seine alten und neuen Teamkollegen Michael Thöne, Jasper Halm, Marco Ordenewitz sowie Julian Kitkowski kennen.
Bevor der Abiturient ein Sportmanagement- oder ein Lehramtsstudium für Deutsch und Sport aufnimmt, möchte er erst mal ein bisschen Geld in einem Fitnessstudio verdienen. Löffler mag besonders den englischen Fußball: „Ich selbst bin auch eher der robuste Typ.“ Er sieht sich und seinen neuen Verein am Ende der Saison auf jeden Fall in der oberen Tabellenhälfte: „Es würde mich schon sehr wundern, wenn das nicht klappen sollte.“
Damit das mit der oberen Tabellenhälfte auch etwas wird, soll heute gegen den Sechsten FT Braunschweig gleich ein weiterer Sieg folgen. „Wir wollen nachlegen, damit wir den Anschluss nach oben finden“, gab Günter Hermann als Marschroute aus. Mit einem Sieg würden die Grün-Weißen auch am Sechsten vorbeiziehen. Das Heimteam muss nur noch auf Jorit Löhr verzichten. In der vergangenen Saison gewann der VSK in Braunschweig deutlich, tat sich aber im Rückspiel schwer. „Braunschweig verfügt über eine sehr robuste Mannschaft ohne auffällige Spieler“, berichtete Günter Hermann.
Osterholzer Kreisblatt 14.09.2009
Fußball-Oberliga Niedersachsen Ost
Osterholz-Scharmbeck enttäuscht gegen Borussia Hildesheim
Coach Hermann unterstrich deshalb seine Forderung nach einem weiteren, gestandenen Stürmer, der spätestens in der Winterpause die VSK-Offensive bereichern soll. Auch erfahrene Spieler wie der Neuzugang im Mittelfeld, Gregor Schoepe, schaffen es zurzeit nicht, Akzente zu setzen oder wenigstens Sicherheit auszustrahlen. „Ich bin ja selbst noch nicht fit wie auch Peer Jaekel nicht und all die anderen“, versuchte Schoepe eine Erklärung und fuhr fort: „Die Mannschaft ist verunsichert, zeigt zwar gute Ansätze, aber nicht über die ganzen 90 Minuten. Und dann sind da viel zu viele Fehlpässe.“
Die Entstehung der beiden ersten Gegentore unterstrich Schoepes Worte. Beim 0:1 (22.) waren sich Torwart Björn Müller und Innenverteidiger Jasper Halm nicht einig. Hildesheims Murat Salar konnte ihnen den Ball abspitzeln und mit ihm sozusagen ins Tor spazieren. Dem 0:2 (28.) ging ein absoluter Aussetzer von Patrick Müller voraus, der einen Rückpass fast von der Mittellinie spielte – direkt in den Fuß von Hildesheims Salar. Der brauchte fast eine Sekunde, ehe er die Riesenchance begriff, sich dann aber drehte und abgeklärt Björn Müller verlud.
Bis dahin hatte der VSK-Keeper schon zweimal klären müssen. Die Gäste spielten nämlich wesentlich effektiver nach vorn. Auf Seiten des VSK verzeichnete Sascha Jütting zwei recht gute Möglichkeiten, unter anderem bei einem Flugkopfball. Doch den brachte er ebenso wenig ins Ziel wie später bei einer dritten Möglichkeit, als wenigstens einmal eine Kombination mit Manuel Weinrich über die rechte Seite gelang. Jütting traf nur das Lattenkreuz.
Ansonsten kam der VSK zu wenig über die Außen. Hildesheim hatte insgesamt recht gut die Räume dicht gemacht. Die Gastgeber zeigten wenig Kreativität, vors Gästetor zu kommen. Im ersten Durchgang schaffte das immerhin der junge VSK-Stürmer Patrick Müller einmal, als er nach einem Steilangriff nur noch den bulligen Borussen-Kapitän Björn Zimmermann vor sich hatte. Doch Müller war zu unentschlossen im Abschluss, wollte sich den Ball noch mal von Rechts auf Links legen – und verlor ihn dabei.
Nach der Pause konnten sich die Gäste fast aufs Verwalten ihres Vorsprungs beschränken und mussten nur ihre Konterchancen abwarten. Ihre Abwehr hatte derweil nicht viel zu befürchten, obwohl Günter Hermann mit Torben Poppe und Daniel Mulert (erster Punktspieleinsatz) noch zwei Offensive gebracht hatte. Den Gästen gelang noch eine Resultatsverbesserung in der 90. Minute. Bei einem schnellen Hildesheimer Gegenstoß blieb Björn Müller allein gegen Erkan Ogurtan nur noch die Notbremse, wofür es Gelb und Strafstoß gab. Der Gefoulte schoss selbst.
Osterholzer Kreisblatt 12.09.2009
Schonzeit beim VSK ist vorbei
Hermann hat sich die Entwicklung jetzt eine Weile angesehen, hat zu Recht über unerwartet viele verletzte Spieler und dazu zwei rotgesperrte Akteure geklagt. Doch das bestärkte ihn nur in seinem Entschluss, die Zügel straffer anzuziehen.
Viermal wöchentlich Training
Viermal die Woche wird bis auf weiteres trainiert. Das gilt für alle Akteure. Auch verletzte. „Bei den Trainingseinheiten gibt es immer etwas zu tun“, betont Hermann. Der Coach bestätigt, dass seine Mannen wirklich hart trainiert und in der Mannschaftsbesprechung aufmerksamen seine Ausführungen verfolgt hätten. „Aber können sie es umsetzen?“, erwartet der Trainer endlich eine Antwort auf dem Platz. Werden sie endlich mehr Laufbereitschaft zeigen und energischeres Zweikampfverhalten?
Dass speziell die jungen Akteure das noch nicht so wie gewünscht umsetzen – Hermann kann das auf jeden Fall nachvollziehen. Wenn einer zum Beispiel aus der A-Junioren-Regionalliga jetzt bei den Oberliga-Herren spiele, sei das ein Unterschied wie Tag und Nacht: „In der A-Jugend spielen sie ja ohne Körperkontakt, systematisch nur nach Taktik.“ An die neue Härte hätten sich viele noch nicht gewöhnt, das brauche Zeit. Und er führt das Beispiel seines Sohnes Patrick an: „Das hat bei ihm auch drei Jahre gedauert. Aber jetzt hat er’s drauf.“
Es fehlt an erfahrenen Spielern
Das Problem sei, dass momentan beim VSK gleich sieben oder acht dieser jungen Kicker im Kader stünden, die man „mitschleppen“ müsse. „Das haben wir unterschätzt“, gibt Hermann zu. Und darum hat er dem Verein gegenüber klar gemacht, dass in der Winterpause unbedingt noch ein erfahrener Stürmer her muss. Zurzeit hat er nur Manuel Weinrich. „Aber lass den mal ausfallen...“, graut es Hermann vor der Vorstellung, dass er seinen Angriff komplett mit Youngstern aufstellen muss.
Die Forderung nach einem gestandenen Offensiven will Hermann auf jeden Fall durchsetzen, auch wenn er sich dafür von anderen Akteuren verabschieden muss: „Die können in der U 23 spielen oder sich einen anderen Verein suchen. Chancen haben sie alle genug gehabt.“ Auch zuletzt gegen Wolfsburg ließ Hermann seinen Worten Taten folgen. Zwei Mann aus der blutjungen Vierer-Abwehrkette wechselte er nach der Pause aus, dazu einen aus dem Angriff. Der Dreifachwechsel war überfällig, zur Pause lag der VSK bekanntlich mit 0:4 zurück.
Notgedrungen brachte Hermann mit Peer Jaekel einen erfahrenen Akteur, der verletzungsbedingt eigentlich noch gar nicht zur Debatte stand. „Aber da lief es in der Abwehr“, sah sich Hermann bestätigt. Gegentore gab es keine mehr, einen Strafstoß verwandelte Jaekel obendrein. Gut möglich, dass er morgen wieder spielt. Vielleicht sogar Jorit Löhr, wenn er nach Leistungstest und Aufbauspritze schmerzfrei bleibt.
Klappt es morgen mit dem erhofften Dreier gegen Hildesheim, könnte der VSK auch etwas beruhigter dem nächsten Spiel gegen Hansa Lüneburg entgegensehen.
Herren Niedersachsenliga - 05.08.2009
VSK startet mit allerletztem Aufgebot in die Saison
Zugänge: Jorit Löhr (zurück nach USA-Aufenthalt), Dirk Dittrich (Stuttgarter Kickers), Marco Ordenewitz (U19 Regionalliga Werder Bremen), Felix Jaekel, Daniel Mulert (VfL 07 Bremen), Torben Poppe (eigene U23), Jascha Stern (Rot-Weiß Essen A-Junioren Bundesliga), Mark Tietjen (VfL Oldenburg A-Junioren), Philip Bähr (eigene A-Junioren)
Abgänge: Patrick Bärje (SV Wilhelmshaven), Yasin Bilgin (FC Oberneuland), Rolf Bornsiep (2. Herren), Alexander Huhn (TSV Ottersberg), Torben Meyer (FC Worpswede), Max Klimmek (SV Blau-Weiß Bornreihe), Björn Wnuck (BSV Rehden), Sven Meinecke (Australien)

Wolfsburger Nachrichten 07.09.09
Erke hier, Erke da – Erke wunderbar!
Fußball-Oberliga: 45-minütige Lupo-Gala gegen Osterholz – 4:2-Erfolg nach 4:0-Pausenführung
WOLFSBURG. Der italienische Maestro war ein Deutscher…: Steffen Erkenbrecher gab den Takt vor bei der 45-minütigen Gala-Vorstellung des Fußball-Oberligisten Lupo/Martini Wolfsburg. "Erke" traf doppelt, legte die Tore Nummer 3 und 4 meisterlich auf – und ebnete so den Weg zum 4:2 (4:0)-Erfolg gegen den VSK Osterholz/Scharmbeck.
Erke hier, Erke da – Erke wunderbar! Das war die Devise der ersten Halbzeit, in der Lupos Stürmer der neu formierten VSK-Abwehr dauerhaft Rätsel aufgab. Eiskalt nutzte er seine ersten beiden Möglichkeiten zur 2:0-Führung nach nur 13 Minuten. Wobei er vor allem beim zweiten Treffer die gesamte Osterholzer Hintermannschaft regelrecht düpierte – und das mehrfach…
Den Rest erledigte Erke dann im Zusammenspiel mit seinem Sturmpartner Toni Renelli: Mustergültig bereiteten die Lupo-Angreifer die Treffer Nummer 3 und 4 durch David Conti (35.) und Gianluca Pravata in der Nachspielzeit vor. "Es war aber auch Zeit für den ersten Dreier. Dafür haben wir lange genug gearbeitet", zeigte sich Erkenbrecher erleichtert nach dem ersten Lupo-Erfolg überhaupt in der Oberliga.
Und der überragende Akteur auf dem Rasen hätte sein Torkonto sogar noch weiter aufstocken können: Großchancen in der 23., 32. und 68. Minute ließ Erkenbrecher ungenutzt. "Das wäre des Guten aber auch zu viel gewesen. Wichtig waren nur die drei Punkte", betonte er.
Doch die gerieten in Durchgang 2 sogar noch einmal in Gefahr. Osterholz’ Trainer Günter Hermann hatte seinen Schützlingen in der Pause offenkundig den Kopf gewaschen – und das nicht einmal hinter verschlossenen Türen. Die "Kabinenpredigt" des Weltmeisters von 1990 fand direkt auf dem Rasen der Kreuzheide statt. Und ganz nebenbei wechselte Hermann gleich dreimal in der Pause – ein deutliches Indiz für seine Unzufriedenheit.
Ein Handelfmeter und ein unglückliches Eigentor durch Anton Dietz brachten die Gäste bis zur 52. Minute wieder auf zwei Tore heran. Und der Druck der Osterholzer, die zum Favoritenkreis gezählt wurden, wurde nicht weniger. Immer wieder wurde der baumlange Torben Poppe im Sturmzentrum gesucht, der aus seinem Privatduell mit Lupo-Keeper Lennart Gutsche jedoch klar als Verlierer herausging. Gutsche parierte gleich zweimal glänzend gegen Poppe, der zudem frei stehend über das Tor köpfte.
Ansonsten ließ die Lupo-Viererkette – mit wenigen Ausnahmen – nicht viel anbrennen. Anton Dietz und Dieter Mosberger räumten im Zentrum hervorragend ab. Das Mittelfeld um David Conti und Gianluca Pravata störte die Osterholzer schon früh empfindlich im Spielaufbau. Und dann war da ja auch noch Maestro Erke…
Tore: 1:0, 2:0 Erkenbrecher (6., 13.), 3:0 Conti (35.), 4:0 Pravata (45.), 4:1 Jaekel (49., HE), 4:2 Eigentor Dietz (52.).
Gelb-Rote Karten: Erkenbrecher (79., Lupo), Halm (84., VSK).
Lupo: Gutsche – Matzedda, Mosberger, Dietz, Kraus – Pravata, Conti, Drasyk (83. Magri), Frick – Erkenbrecher, T. Renelli (81. Schur).
Herren BOL - 24.08.2009
In Halbzeit zwei noch einmal alles gegeben
Von Carsten Spöring
Osterholz-Scharmbeck. Am Ende der ersten Halbzeit gab keiner der 50 Zuschauer mehr etwas auf den VSK Osterholz-Scharmbeck II, zu dominierend hatte sich der VfL Stade in diesen 45 Minuten des gestrigen Punktspiels der Fußball-Bezirksoberliga präsentiert, allerdings auch nur ein Tor geschossen. Dann aber rappelten sich die U23-Spieler des Gastgebers noch einmal auf und schafften tatsächlich ein 2:2.
„Der Punkt ist ein bisschen glücklich“, das gab Trainer Matthias Ruländer nach Spielschluss zu, als er zunächst einmal seine lädierten und völlig ausgepumpt darliegenden Spieler auf dem Rasen versorgt hatte. Aber gerade weil sie sich noch einmal reingehängt hatte, dem übermächtig scheinenden Gegner Paroli geboten hatte („Die Mannschaft hat sich gewehrt“), gönnte Ruländer ihr den Zähler von ganzem Herzen.
Aus dem Lager der angeschlagenen oder gerade wieder genesenen Spieler hatte der VSK-Coach eine Elf zusammengestellt, die im ersten Durchgang auftrat, als habe sie am Vormittag bereits eine harte Trainingseinheit absolviert. Schon mit dem ersten Angriff der Stader (3.) gab es dann auch das erste Tor, Flanke von rechts durch Matej Kocmarsky auf den zweiten Pfosten, dort wartete bereits Alexander Graap mit dem Kopf – 0:1. Die Gäste waren in jeder Beziehung schneller, cleverer, immer anspielbar, suchten stets den direkten Weg zum Tor. Nur die Ausbeute bei den höchstkarätigen Chancen blieb aus, Heiner Lütjen (12./14.), Matej Kocmarsky (25.) und Boris Höper (35.) hätten das Ergebnis hochschrauben müssen.
Nach der Pause aber, die Ruländer im Schatten des Stadionrunds zu 15 intensiven Anspracheminuten nutzte, spielte der VSK wie verwandelt. Die drei Einwechslungen, die der VSK-Coach bis dahin schon verletzungsbedingt hatte vornehmen müssen, belebten das Spiel zudem. Im neuen 4-4-2-System der zweiten 45 Minuten lebte jeder der elf Spieler noch einmal auf. Vorne agierte nun Andre Stüssel, gleich dahinter sein Sturmpartner Torben Poppe, der bei Standards aber auch im eigenen Strafraum aushalf. Und zurückgezogen im linken Mittelfeld opferte sich zudem Eugen Zilke erheblich besser auf als im ersten Abschnitt.
Auch der frühe 1:1-Ausgleich (51.), erzielt durch den vorne nun quirlig durchstartenden Andre Stüssel, wirkte sicherlich anregend für die Moral. Die Stader andererseits waren vom Einsatz, Engagement und der Spielkunst der Platzherren lange Zeit beeindruckt. Erst Mitte dieser Halbzeit, nach einer weiteren Großchance für Stüssel (61.), kamen die Gäste wieder besser ins Spiel. Doch die Abwehr des VSK II hielt – bis sich Dennis Mandel ein Herz nahm und aus 15 Metern abzog; der abgefälschte Ball landete zum 1:2 im Netz (75.).
Die Gastgeber gaben sich aber wiederum nicht auf. Und nur drei Minuten später gelang dem eifrig aufspielenden Marcel Ebert-Lange aus ganz spitzem Winkel eine Vorlage, die Torben Poppe vor dem VfL-Gehäuse zum 2:2 nutzte. Auch den Schlussansturm der Stader überstand der VSK, sodass Ruländer nach der verkorksten ersten Halbzeit („Da hatten wir Glück, dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind“) seinem Team sogar noch eine „sehr, sehr gute Leistung“ in Hälfte zwei bescheinigte.
A-Junioren Niedersachsenliga - 20.08.2009
Umbruch im Team des VSK Osterholz-Scharmbeck scheint gelungen
Von Carsten Spöring
Osterholz-Scharmbeck. Vor dem morgigen Saisonstart in der Fußball-Niedersachsenliga der A-Junioren haben sie beim VSK Osterholz-Scharmbeck alles getan, um den Verbleib in dieser dritthöchsten deutschen Spielklasse zu sichern. „Die Vorbereitung verlief sehr gut“, sagt dann auch Trainer Andreas Grote – und bekam spätestens am vergangenen Sonntag auch eine Bestätigung für diese Worte, als seine Elf den Klassengefährten FC Hansa Lüneburg 08 im Conti-Pokal ausschaltete.
Dennoch: Die Spiele in der Saison werden oftmals anders verlaufen, das weiß auch Grote. Aber der Pokalerfolg war schon mal wichtig, auch um zu sehen, wie die neuen, die jüngeren Spieler ins künftige Gefüge passen. Und da war nicht nur Bemühen sichtbar, da zeigte sich ebenso Befähigung für die hohe Liga. „Das sieht ganz gut aus“, bestätigte Grote. Vor allem mit Ehrgeiz und Einstellung „bin ich zufrieden“, fügte er nach Vorbereitungsphase und Spiel hinzu.
VSK Osterholz-Scharmbecks A-Junioren-Trainer Andreas Grote
Bei den beiden Torhütern, einer alt (Fabian Purpus), einer neu (Torben Recker), hat Coach Grote schon mal keinen Leistungsunterschied mehr ausgemacht, „die liegen gleichauf“. Für die Besetzung der Abwehr macht sich der Trainer ebenfalls keine Sorgen („Wir sind fast auf jeder Position doppelt besetzt“). Dass Grote von einem „sehr gut bestückt“ sprechen darf, geht auch auf die Neuen zurück, auf Kevin Rapp, Benedikt Sattler, Lars Meier; und wenn dann noch Kevin Struß seine Verletzung auskuriert hat, ist in diesem Mannschaftsteil tatsächlich viel Erfahrung vertreten.
Beim Mittelfeld kommt Grote noch mehr ins Schwärmen: „Da sind wir super besetzt, fast dreifach auf jeder Position“. Vor allem der aus den B-Junioren aufgerückte Serhat Yildirim beeindruckte seinen Coach bereits, aber auch Jorit Bierwald oder Jonas Krebs könnten schnell erste Wahl werden. „Sie werden aber immer ihre Pause bekommen“, fügte Grote an, dem ja vor allem noch die erfahreneren Sören Fehrmann, Steffen Dietrich oder Hendrik Lütjen zur Verfügung stehen – doch einen Freifahrtschein gibt der Trainer nicht aus: „Ich habe auch kein Problem, mit Jüngeren zu spielen“.
Selbst im Sturm will Andreas Grote die Aufstellung von der Trainingsleistung abhängig machen, so reichhaltig ist auch dort sein Angebot. Natürlich, da ist ein Mahmoud Manaa, „das ist ein Stürmer, der hat keine Angst“. Aber der VSK verfügt eben auch noch über einen Patrik Müller (der sogar schon in der Herren-Oberliga ran durfte), und über Mehmet und Erkan Polat. Bei solch einem großen Kader werden nicht mal alle Spieler auf der Auswechselbank Platz finden. Gleichwohl sagt Grote: „Die Jungs müssen spielen, spielen, spielen“. Wohl nicht in der zweiten Herrenmannschaft in der Bezirksoberliga, deren Kader sei ebenfalls relativ groß, allerdings: „Wenn alle Stricke reißen, werden wir bestimmt mal jemanden abgeben“. Nein, aber warum nicht mal spielen in der Dritten, in der Kreisliga? Auch dort ist körperliche Härte zu erlangen.
Wenn nun morgen die Saison beginnt, sinnigerweise gegen den gleichen Gegner wie sechs Tage zuvor im Pokal, dann wünscht sich Grote am Ende nur eines: Den Klassenerhalt, aber nicht erst wieder am letzten Spieltag. So war es nämlich am Ende der zurückliegenden Saison, und auch ein Jahr zuvor waren seine VSK-Schützlinge erst nach dem letzten Spiel der Saison aufgestiegen. Wichtig ist daher möglichst schon ein erfolgreicher Auftakt – „du musst erst mal einen guten Start haben“, umschreibt es Grote. Getan dafür haben sie im Training viel, alle hätten sehr gut mitgezogen, lobt der Coach, viele hätten nicht eine einzige Übungseinheit verpasst. Dann kann der FC Hansa Lüneburg 08 ja – wieder – ins Stadion kommen.